always_logo.gifVor ein paar Tagen habe ich zum ersten mal diese Werbung gesehen. Ich weiß ja nicht wo ich als erstes anfangen soll. Grundsätzlich ist es bestimmt, was das Marketing angeht, eine Super Idee einen “Star” dazu zu bringen, etwas exklusiv für eine Firma oder ein Produkt zu machen. In diesem Fall handelt es sich um einen Song (Standing On Top Of The World) von Sarah Connor, den es nur als Download im Internet gibt, wenn man denn die richtige Always Binde gekauft hat. Schon allein die Werbung mit Flipper geräuschen und blauer Farbe ist schon irgendwie daneben. Warum sich Frau Connor allerdings für sowas hergibt erschließt sich mir nicht. Laut Aussage von ihr kann sie sich mit dem Produkt und der Marke identifizieren und sie verbindet mit always Unabhängigkeit, Spontanität und sehr hohe Qualität. Also ich denke wenn die Unabhängigkeit und Spontanität an einem Stück Watte in der Unterhose hängt, kann es damit auch nicht so ganz weit her sein. Weiter sagt Frau Connor


always unterstützt Frauen dabeit das Leben zu führen, das sie führen wollen. Sie haben so die Sicherheit, frei zu sein, egal was sie tun und wie sie es tun. Und ich finde all das passt hundertprozentig zu mir.

Und ich dachte wir leben im Jahre 2009, aber das ist wohl ein Irtum. Was hat es mit Freiheit zu tun, wenn man sich von der Industrie jeden Mist aufschwatzen lässt. Am besten sogar, wie die Produktnamen always und alldays schon andeuten, täglich. Letzendlich ist es mir aber egal, was vielleicht auch daran liegt das ich nicht zu 100% zu der Zielgruppe gehöre. Zumindest hat es Sarah Connor nun geschafft, das immer wenn ich ihren Namen oder ihre Musik höre, ich an Monatshygiene, Binden und Periode denke. Ob das nun die assoziation ist die Frau Connor damit erreichen wollte, ich bin mir nicht ganz sicher. Was mir noch aufgefallen ist, ist die Tatsache wie geschickt die Industrie vorgeht. Nicht nur mit der Verpflichtung von Sarah Conner, sondern auch mit den verschiedenen Internetauftritten. Zum Beispiel erkennt man bei der Seite Beinggirl nicht auf den ersten Blick das es eine Seite der Firma Procter & Gamble ist, also dem Hersteller der Produkte. Auch bei der Seite der Zeitschrift Bravo ist der Übergang zwischen Information und Werbung ehr fließend. Zumindest erfahren hier schon 12 Jährige Mädchen das sie doch am besten täglich Slipeinlagen tragen und dann am besten von Carefree. Damit es aber nicht zu einseitig ist, ist natürlich auch o.b. dort vertreten. Sie präsentieren das Dr. Sommer Team. Natürlich hat die o.b. Firma Johnson & Johnson GmbH etwas ähnliches wie Beeinggirl.de im Angebot, es nennt sich mit vom Erwachsenwerden nur anders aaber auch hier ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen von wem es kommt. Schon eine komische Werbewelt in der wir da leben.

Heute habe ich dann doch noch etwas gefunden was vielleicht sogar positiv ist. Sarah kämpdt nämlich nicht nur an der Binden-Front für die Freiheit der Frau, sondern sie setzt sich auch für herkzkranke Kinder ein. Das finde ich bedeutend besser als die sinnfreie Werbung.
Inzwischen habe ich auch noch einen Artikel im Focus zu der Always Werbung gefunden, dort heißt es “…Ihr neuester PR-Coup: Sie besingt eine Damenbinde…”